Südtirol kulinarisch entdecken – vom Apfelstrudel zum Schlutzkrapfen

Jul 18 kofler stephan
In der Südtiroler Küche vereinen sich die Traditionen der herzhaften Bauernküche mit italienischer Leichtigkeit. Aus regionalen und saisonalen Produkten werden mit viel Liebe zum Detail zu Gerichte gezaubert, aus denen man die herrliche Natur förmlich herausschmecken kann. Auch deshalb hat sich Südtirol zu einem echten kulinarischen Genussland gewandelt, das immer mehr Gourmets und Weinkenner in seinen Bann zieht.

Der Südtiroler Apfel


Südtirol ist das größte zusammenhängende Apfelanbaugebiet Europas. Aufgrund der klimatischen Bedingungen und seiner unterschiedlichen Höhenlagen bietet Südtirol ideale Anbaubedingungen für die mehr als ein Dutzend Sorten. Dank der 7.000 Südtiroler Obstbauern haben sich die knackigen Früchte zu einem echten kulinarischen Wahrzeichen des Landes entwickelt und tragen heute sogar das Europäische Gütesiegel der geschützten geografischen Angabe (g.g.A.).

Traditionell werden die leckeren Vitaminbomben vor allem in Süßspeisen verarbeitet. Besonders beliebt sind zum Beispiel die Äpflkiachln. Für die verführerischen Küchlein werden Apfelscheiben mit einem Milch-Ei-Teig umhüllt und in heißem Fett ausgebacken. Aber auch der Apfelstrudel ist sowohl bei Einheimischen und Gästen seit jeher sehr beliebt. Dabei hat fast jede Südtiroler Familie ihr eigenes Rezept für die süß-saure Nachspeise. Grundsätzlich besteht die Füllung des Apfelstrudels aus Äpfeln, Zucker, Sultaninen, Gewürzen, Butter und Pinienkernen, Nüssen oder Mandeln. Ofenfrisch und noch lauwarm wird zu der feinen Mehlspeise gern noch Vanillesauce, Sahne oder Eis gereicht.

Südtiroler Speck


Die hohe Kunst der Speckherstellung wird in Südtirol schon seit Jahrhunderten von Generation zu Generation weitergegeben. Für die Herstellung werden traditionell magere Schweinekeulen verwendet, die mit natürlichen Gewürzkräutern gewürzt werden. Auch hier gibt es lokale Unterschiede, da jeder Produzent sein ganz eigenes Rezept für die Gewürzmischung hat. Danach wird der Schinken zeitgleich geräuchert und luftgetrocknet. Das verleiht dem Speck seinen außergewöhnlichen Geschmack und sein unverkennbares Aussehen. Auch der Südtiroler Speck trägt die geschützte geografische Angabe g.g.A. Noch ein Tipp: wer ganz besonders viel Wert auf Regionalität legt, sollte zum Südtiroler Bauernspeck greifen. Denn der Speck wird nicht nur vor Ort in Südtirol hergestellt, auch das Fleisch stammt ausschließlich von glücklichen Südtiroler Schweinen.

Den Südtiroler Speck kann man ganz klassisch und zünftig bei einer deftigen Brotzeit genießen. Bei der „Marende“ kommen neben dem Speck (am Stück oder in Scheiben) auch Kaminwurze (eine leicht geräucherte Trockenwurst), eine Scheibe würziger Almkäse, Butter und Essiggurken aufs Holzbrett. Dazu wird knuspriges Schüttelbrot serviert. Dieses knackige Fladenbrot wird aus Roggenmehl, Wasser, Hefe und Salz hergestellt. Durch die Zugabe verschiedener Kräuter wie Kümmel, Anis oder Fenchel erhält es seinen typischen würzigen Geschmack. Wer mag, genehmigt sich zur Brotzeit noch einen einheimischen Wein oder ein erfrischendes Südtiroler Bier.

Knödel & Schlutzer


Speck wird auch in den traditionellen Südtiroler Knödeln verarbeitet. Die „Knedl“ werden dabei mal herzhaft, mal süß, mal als Suppeneinlage, mal als eigenständiges Gericht serviert. Wenn man den Fresken in der Burgkapelle von Hocheppan glauben darf, so wurden Knödel bereits im 13. Jahrhundert in Südtirol gegessen. Die heutigen Variationen dieses „südtirolerischsten“ aller Gerichte sind schier endlos. So werden die Knödel auch gern als Süßspeise serviert, zum Beispiel mit Marillen, Butter, Zucker und Zimt.

Eine weitere Spezialität der Südtiroler Küche sind die Schlutzkrapfen oder „Schlutzer“. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass das Gericht aus dem Pustertal stammt und der Begriff aus dem Wort „schluzen“ abgeleitet wurde, was so viel wie rutschen oder gleiten bedeutet. Traditionell werden die Teigtaschen mit Spinat und Topfen gefüllt serviert, aber auch hier gibt es mittlerweile zahlreiche Variationen.

Südtiroler Spezialitäten im Bio- & Wellnesshotel PAZEIDER


Auch bei uns, Ihrem Wellnesshotel in Südtirol gehören die Südtiroler Spezialitäten zu den beliebtesten Gerichten bei unseren Gästen. Für den echten, authentischen Geschmack verarbeitet unser Koch ausschließlich regionale und saisonale Produkte in bio-zertifizierter Qualität. Denn wir wollen unseren Gästen nicht nur „Lust auf Genuss“ machen, uns sind auch Nachhaltigkeit und Tierschutz wichtig. Deshalb kommen bei uns keinerlei Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe ins Töpfchen.

Und auch das Fleisch für unseren hauseigenen Speck stammt ausschließlich von glücklichen Schweinen aus biologischer Tierhaltung. Da wir kein Pökelsalz verwenden, ist der Speck zudem besonders bekömmlich. Unser Biohotel in Südtirol ist daher nicht nur der perfekte Ausgangspunkt für eine kulinarische Entdeckungsreise von Meran und Umgebung, bei uns kann man auch längst vergessene Geschmäcker neu entdecken. Essen, das so schmeckt, wie es aussieht und die Rückbesinnung auf die Geschenke der Natur eröffnen neue kulinarische Horizonte – und das alles nachhaltig und umweltbewusst. So lecker kann Bio sein!
Bio- & Wellnesshotel PAZEIDER
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