Wellnessurlaub und Kultur in Südtirol

Feb 13 kofler stephan
Meran und Brixen gehören zu den schönsten Städten Südtirols und bieten ihren Besuchern eine bunte Mischung aus Geschichte und Kultur. So ist die Vergangenheit vielerorts dank beeindruckender historischer Gebäude noch immer lebendig. Gleichzeitig gibt es aber auch allerhand moderne Kunst zu entdecken. Und natürlich kommt dank zahlreicher Shoppingmöglichkeiten und vieler charmanter Cafés und Restaurants nie Langeweile auf. Zwei ganz besondere Sehenswürdigkeiten von Brixen und Meran wollen wir heute einmal näher vorstellen. Am besten lassen sich der weiße Turm und das Kunsthaus Meran aber bei einem persönlichen Besuch entdecken.

Der weiße Turm von Brixen


Brixen ist mit 1.000 Jahren die älteste Stadt Tirols und spannt heute mit ihren zahlreichen sakralen Kulturdenkmälern und der quirligen Innenstadt einen einzigartigen Bogen zwischen Lebenslust und Besinnung. Die denkmalgeschützte mittelalterliche Altstadt lädt mit ihren Laubengängen, zinnenumsäumten Gässchen und archäologischen Kleinoden zum Entdecken ein. Unbedingt sehenswert sind die Hofburg, die Krippenausstellung im Diözesanmuseum und das Pharmaziemuseum. Eine der schönsten und beliebtesten baulichen Denkmäler der Stadt ist aber der Weiße Turm. Das im spätgotischen Baustil gehaltene Gebäude gehört zur Pfarrkirche St. Michael und erhebt sich etwa 72 Meter in die Höhe. Aber nicht nur aufgrund seiner Größe, auch dank des schneeweißen Dachs ist er weithin sichtbar und gilt heute als das Wahrzeichen der Stadt.

Errichtet wurde der Turm bereits 1300, fiel jedoch dem großen Brand von 1444 zum Opfer. Nachdem man ihn im Jahre 1459 wieder aufgebaut hatte, nannte man ihn im Volksmund zunächst den „Schwarzen Turm“. Erst das als das Spitzdach gegen Ende des 16. Jahrhunderts weiß getüncht wurde, erhielt er seinen heutigen Namen. Eine architektonische Besonderheit des Turms sind seine vier Erker. Hier befanden sich einst die Stuben der Feuerwächter, die die Feuerwehr alarmierten, wenn irgendwo in der Stadt ein Brand ausbrach. Heute beherbergt der Weiße Turm ein Museum, in dem die geschichtliche Bedeutung des Gebäudes nachgezeichnet wird. Darin gibt es zum Beispiel auch eine interessante Miniatur des Turmes zu sehen, die genau aufzeigt, wie er gebaut wurde und wozu die verschiedenen Stockwerke genutzt wurden. Zudem besteht die Möglichkeit, an einer Führung im Turm teilzunehmen. Diese Führungen werden wöchentlich am Vormittag, in den Sommermonaten auch am Abend nach Sonnenuntergang angeboten.



Auch die dem Erzengel Michael geweihte Pfarrkirche ist einen Besuch wert. Unweit des Doms gelegen, kann sie von drei Seiten betreten werden. Die Kirche selbst wurde innerhalb von nur drei Jahren errichtet und 1503 offiziell geweiht. In ihrem Inneren wurde die Kirche im 18. Jahrhundert modernisiert und erstrahlt seitdem im barocken Stil. Besonders beeindruckend sind die von Josef Hauzinger geschaffenen Deckenfresken und das Hochaltarbild von Andrea Pozzo, das den Kampf Michaels mit Luzifer darstellt. Wer die Pfarrkirche besucht, sollte auch den Kreuzgang nicht verpassen. Er zählt zu den bedeutendsten Kunstdenkmälern Südtirols und ist im Inneren mit zahlreichen Fresken geschmückt. Diese Malereien wurden zum Großteil zwischen dem ausgehenden 14. und dem beginnenden 16. Jahrhundert erstellt. Es sind aber auch noch Fragmente romanischer und frühgotischer Malereien erhalten, die bereits vor Errichtung der Gewölbe den Kreuzgang geschmückt haben. Die Darstellungen sind thematisch größtenteils dem Alten und Neuen Testament entnommen und dienten in früheren Zeiten dem einfachen Volk gewissermaßen als „Bibel“.

Kunst Meran - zeitgenössische Kunst in der Meraner Altstadt


Das Haus der Kunst liegt inmitten der Meraner Lauben im Zentrum der Stadt und ist in einem denkmalgeschützten Gebäude untergebracht. Anfang des neuen Jahrtausends wurde es von den Architekten Höller & Klotzner saniert und leicht verändert damit ein Museum daraus entstehen konnte. Auf rund 500 m² werden hier wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst gezeigt. Zudem befinden sich eine Atelierwohnung unterm Dach, eine Cafeteria und der Galerie-Shop im Gebäude. Für Veranstaltungen steht außerdem ein Saal zur Verfügung, in dem bis zu 70 Personen Platz finden.

Das Museum wird vom 1996 gegründeten Verein artForum Gallery betrieben. Ziel des Vereins ist es, eine Plattform für Bildende Kunst, Fotografie, Architektur, Literatur, Neuer Musik, Neuen Medien und Kommunikationstechniken zu schaffen. Das Haus der Kunst in Meran ist dabei nicht nur ein Treffpunkt für Kunstschaffende und Kunstinteressierte, durch die Ausstellungen sollen auch lokale Künstler im internationalen Kontext gefördert werden.

Nicht nur das abwechslungsreiche Programm und die spannenden Exponate machen das Kunsthaus Meran zu einem echten „Must-see“ in der Stadt. Auch architektonisch gibt es einiges zu entdecken. Die spannende Mischung aus historischen und modernen Elementen schafft eine kontrastreiche Atmosphäre für die Besucher und Künstler. Schon die Eingangshalle ist bemerkenswert. Durch raffiniert angelegte Treppen, Stiegen und kleine Plattformen kommt überall Licht hindurch und sorgt so für einen „erhellenden“ ersten Eindruck. Von hier aus kann man auf einem Rundgang bis hinauf zur Dachterrasse gelangen. Die zurückhaltende Gestaltung aus hellen Holzböden und weißen Wänden zusammen mit einem durchdachten Lichtkonzept lässt die Exponate in den Vordergrund rücken und sorgt gleichzeitig für ein entspanntes Ambiente. Und obwohl viel Glas und Stahl verarbeitet wurden, wird die Schönheit des historischen Gebäudes nicht durchbrochen.

Ein Besuch des weißen Turm von Brixen oder des Kunsthaus Meran sollten Sie bei Ihrem nächsten Wellnessurlaub im PAZEIDER auf jeden Fall mit einplanen.
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